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Konjunktur: Kompass für Anleger

Boom und Rezession in der Wirtschaft beeinflussen auch den Aktienmarkt. Die verschiedenen Phasen des Konjunkturzyklus geben Hinweise, welche Werte in Zukunft steigen dürften und welche fallen.

Phase 1: Das Wachstum geht zurück, die Inflation nimmt ab. Schon jetzt ist ein Absinken des Zinsniveaus absehbar. Anleger sollten frühzeitig in zinssensitive Aktien investieren, etwa Banken- oder Versicherungswerte, deren Kurse bei schwachen Zinssätzen steigen.

Phase 2: Die Dynamik des Abschwungs nimmt ab. Die Zinsen sinken. Jetzt ist der Kauf von Aktien vorteilhaft, die nicht auf die Zinssätze reagieren, zum Beispiel Versorger- oder Pharmawerte.

Phase 3: Übergang zum Konjunkturaufschwung. Die Zinsen sinken weiter. Eine steigende Industrieproduktion treibt die Rohstoffpreise. Öl- oder Stahl-Aktien ziehen an.

Phase 4: Konjunktureller Aufschwung bis zur Überhitzung. Die Inflation zieht wieder an. Die Zinsen erreichen ihren Tiefpunkt. Deshalb sollten Anleger zinssensitive Titel in ihrem Depot unter gewichten.

Phase 5: Die Dynamik des Aufschwungs lässt nach. Die Inflation nimmt zu. Zinsen und Rohstoffpreise steigen weiter. Jetzt Rohstoff-Aktien nachkaufen.

Phase 6: Übergang in die Rezession. Die Rohstoffpreise erreichen ihren Höhepunkt. Bevor sie zurückgehen, Rohstoffwerte verkaufen. Auch die Zinsen steigen weiter. Jetzt sind nicht-zinssensitive Werte Trumpf.

Das 1x1 der Zertifikate


Steuern: Kursgewinne sind nach Ablauf der Spekulationsfrist von 12 Monaten steuerfrei.

Risiko: Die Streuung über viele Aktien im Zertifikat reduziert das Risiko gegenüber dem Kauf einer Einzelaktie. bei einigen Aktien-Körben überprüft das Management regelmäßig die Aktienauswahl und passt sie bei Bedarf den aktuellen Marktverhältnissen an. Das reduziert das Risiko noch weiter.

Kosten: Es fallen die banküblichen Abwicklungsprovisionen an. Zusätzlich wird eine Geld-Brief-Spanne (Spread zwischen Kauf und Verkaufskurs) erhoben. Dividenden und Zinserträge werden von den meisten ausgegebenen Banken einbehalten.

Laufzeit: Die Laufzeit der Zertifikate beträgt in der Regel zwischen zwei und fünf Jahre. Standardthemen (z.B. Dividenden-Renner) laufen meist länger als aktuelle Modethemen (z.B. Linux).

Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit!