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Kapitale Geldideen

Was gehört zum Geld machen? Geld machen durch Geisteseinsatz, Raffinesse und Überlegen statt nur durch seiner Hände Arbeit ist der Tenor der Kapitalen Geldideen in diesem Report.

Man muss wissen, was gesetzlich oder durch richtige Nutzung von Bestimmungen geht und was nicht. Der Report führt viele solche Beispiele ausführlich auf. Viele Käufer dieses Reports haben nach diesen Anleitungen viel Geld gemacht. Es gibt erwiesenermaßen auch andere Wege, um zu einem Einkommen und zu Vermögen zu kommen, als nur durch seiner Hände Arbeit. Aber es gehört neben Kenntnissen über das WIE und das WAS sehr viel Initiative, Wagemut und ein wacher Geist dazu.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung dieser Kapitalen Geldideen!

  • Amerikas erfolgreichster Werbebrief


    Im Abfassen zugkräftiger Werbeschreiben, die auf das Herz zielen und die Brieftasche treffen, sind die Amerikaner wahre Meister. In einer aus vielen hundert Briefen getroffenen Auswahl kam man überein, dass der folgende Text als der wohl erfolgreichste unter den Werbebriefen anzusehen war. Er trägt die Bezeichnung Dollarbrief, denn aufgesteckt am Briefkopf befand sich in der Tat eine richtige, neue 1-Dollar-Banknote. So ausgerüstet, brachte der Brief einen Rücklauf von nicht weniger als 90 Prozent! Der Schreiber berichtete, dass er von 175.000 verschickten Briefen über $ 270.000 zurückbekam, zuzüglich 90 Prozent von den Banknoten, die dem Brief beigefügt waren. Doch das machte erst den Anfang aus. Aus einer Liste von mehr als 150.000 Personen, die die $ 270.000 zurückgesandt hatten, wurden später Abonnements mit einem Gesamtvolumen von annähernd $ 14.000.000!

    Und hier ist der (übersetzte) Text:

    Sehr geehrter Herr Jones,

    anbei finden Sie einen Dollar: Ja, es ist ein richtiger Dollar, hübsch, sauber und neu. Falls Sie wollen, können Sie ihn behalten, nachdem Sie diesen Brief gelesen haben, obwohl ich nicht glaube, dass Sie es dann noch tun wollen. Und hier sage ich Ihnen, warum ich das nicht glaube: Ich habe eine Investition von eintausend Dollar getätigt - in die menschliche Natur und in die menschliche Güte. Diese tausend Dollar wurden in tausend Briefen an tausend wahllos ausgesuchte Menschen geschickt. Ich tat es aus dem Grund, weil ich glaube, dass jedermann in seinem Innersten gütig ist, niemand wirklich herzlos sein kann. Deshalb ist die Mission eines jeden meiner Dollars, die Dringlichkeit des Bedarfs eindrucksvoll zu machen. Diese tausend Dollar sind meine gezeichnete Summe für das Blank Hospital. Und ich investiere in dem Glauben, dass jeder von Ihnen einige weitere Dollars - wenigstens jedoch einen – zurückbringt. Damit soll meine Spendenaktion auf wenigstens zweitausend Dollar anwachsen. Vielleicht aber auch auf fünftausend, weil einige von Ihnen fünf, zehn oder mehr Dollar beifügen, wenn Sie meinen Dollar zurückschicken. Bitte bedenken Sie, beide Dollar - meiner und Ihrer - sollen behinderten Kindern helfen. Werden alle zurückkommen? Wird jeder etwas mitbringen? Sind Menschen in Wahrheit gütig - oder doch herzlos? Habe ich eine gute Investition getätigt? Was ist Ihre Antwort?

    Mit freundlichen Grüssen

    Anmerkung: Da es in Deutschland keine Dollar-Banknoten gibt, kann man die Aktion mit € 5 Scheinen versuchen. Maßgebend bei dieser Werbung ist der Grundgedanke. Hier wird an die Menschlichkeit appelliert, an die Ehrlichkeit und das Gewissen.

  • Banken, die auf Girokonten hohe Zinsen zahlen


    Es ist bekannt, dass deutsche Banken und Sparkassen zwar auf Spareinlagen Zinsen gewähren, dass jedoch Beträge, die auf einem Girokonto liegen in der Regel davon ausgenommen sind. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Eine dieser Ausnahmen ist die Verbraucherbank AG mit Sitz in der Hansestadt Hamburg (Grosse Bäckerstrasse 9-11, Tel. 040-3699-0 und Zweigstellen in Berlin, Bielefeld, Bremen, Düsseldorf, Hannover, Köln, Lübeck, Oldenburg i.O., Stuttgart und Winsen a.d. Luhe.

    Um Kunden zu gewinnen und an sich zu binden, zahlt das Unternehmen Ihnen für Gelder auf einem Girokonto soviel Zinsen, wie Sie sonst woanders nur für Einlagen auf Sparkonten erhalten. Daneben verzichtet die Bank auf die leidigen Kontogebühren und ermöglicht es Ihnen, im Selbstbedienungsverfahren Daueraufträge zu etablieren, Geld abzuheben und fest anzulegen. Die (wahrscheinlich) dadurch eingesparten Personalkosten werden sodann an die Kunden weitergegeben. Wer geregelte Einkünfte hat, kann sogar einen Dispositionskredit in drei- bis vierfacher Höhe seines Monatsgehalts bekommen. Ähnliche Konditionen werden von einigen anderen kleineren Banken gewährt.

    Da die Unternehmen jedoch meistens mit ihrem Service nicht werben (dürfen), ist es ratsam, einmal bei verschiedenen Geldinstituten nachzufragen, deren Standorte meist in den verschiedenen Groß-Städten liegen.

    Was in der Bundesrepublik als Besonderheit gilt, ist in einigen Staaten der USA direkt üblich. Besonders im Staat Massachusetts (der einen Bank-Sonderstatus genießt) gewähren Banken sogar 6-8% Zinsen auf die sogenannten Checking accounts (Girokonten). Die Zinssätze sind von Bank zu Bank verschieden, aber grundsätzlich haben die Kunden die Chance, die Sonderdienste in Anspruch zu nehmen. Als Ausländer sollten Sie in englischer Sprache einen Kontoeröffnungsantrag anfordern, den man Ihnen in der Regel anstandslos zuschickt.

    Ihr Text hierfür könnte lauten:

    Briefkop mit Ihrem Namen, Adresse und Telefon-Nr.
    Date (Datum)

    Gentlemen,
    We are interested to open up a checking account with your bank. Please inform us of your conditions, send us an application-form and a signature card as soon as possible. Thanks!

    Yours sincerely
    (Name, Unterschrift)

    Richten Sie dieses Schreiben - möglichst per Luftpost - an eine, einige oder alle der nachfolgenden Adressen:

    • Atlantic Savings
      267 Broadway, Chelsea, MA 02150, USA
    • Danvers Savings
      1 Conant Street, Danvers, MA 01923, USA
    • Florence Savings
      85 Main Street, Northampton, MA 02742, USA
    • Georgetown Savings
      7 North Street, Georgetown, MA 08833, USA
    • Hilbernia Savings
      263 Washington Street, Boston, MA 02108, USA
    • Home Savings
      69 Tremont Street, Boston, MA 02108, USA
    • Quincy Savings
      1374 Hancock Street, Quincy, MA 02169, USA
    • Spencer Savings
      176 Main Street, Spencer, MA 01562, USA
    • Watertown Savings
      60 Main Street, Watertown, MA 02172, USA
    • Westfield Savings
      141 Elm Street, Westfield, MA 01085, USA
    • Worcester North Savings
      288 Main Street, Fitchburg, MA 01410, USA

    In den USA wird peinlich genau zwischen Instituten unterschieden, die fürs Sparen und solchen, die für Kredite zuständig sind. Die o.a. Institute sind Spar-Unternehmen.

  • Bezugsquellen für kostenlose Bücher und Zeitschriften


    Sofern Sie die Verlagsadresse einer Zeitschrift anschreiben und sich als interessierter Inserent vorstellen, können Sie - mit der Anforderung von Media-Unterlagen - meistens auch ein kostenloses Ansichtsexemplar der Zeitschrift anfordern. Bücher erhalten Sie kostenlos zugeschickt, wenn Sie sich als Herausgeber einer Zeitung oder eines Anzeigenblattes vorstellen, in dem Sie dieses oder jenes Buch - für das Sie sich interessieren - besprechen wollen. Die meisten Buchverlage schicken Ihnen auf Anforderung gerne ein Rezensions-Exemplar zu, das Ihnen nicht berechnet wird. Sofern Sie keine eigene Publikation herausgeben, genügt manchmal auch der Hinweis, dass Sie das Werk in Ihrer Interessengemeinschaft, im Klub, einem öffentlichen Amt oder Verein vorzeigen und empfehlen möchten. Auch der Hinweis, dass über dieses oder jenes im Buch behandelte Thema eine Studien- oder Informationsarbeit verfasst werden soll, kann zu kostenlosen Ansichtsexemplaren führen.

    Daneben erhält jedermann folgende Bücher, Broschüren und Zeitschriften kostenlos:

    • Zeitschrift Die Gute Nachricht (früher Klar und Wahr) sowie Bücher und Broschüren. Die Literatur wird auf Anfrage verschickt vom Ambassador College, Am Probsthof 15, 53121 Bonn.

      Die bis zu 30 Seiten starke Zeitschrift „Die Gute Nachricht“ wird Ihnen ohne einen Pfennig Abo-Gebühr monatlich zugeschickt. In nahezu jeder Ausgabe gibt es zudem Hinweise auf Bücher und Broschüren, die Sie ebenfalls gratis erhalten können.

    • Das Zeitbild. Dieses interessante Mitteilungsblatt erscheint bereits seit über 20 Jahren. Es nimmt zu aktuellen Themen aus Politik, Wirtschaft und Forschung Stellung und wird auf Anfrage kostenlos zugesandt vom Bundesverband des deutschen Güterfernverkehrs BDF, Informationsabteilung, Breitenbachstr. 1, Haus des Strassenverkehrs, 60487 Frankfurt.

    • Eltern helfen Eltern. Den meisten Eltern tut es gut, wenn sie sich einmal mit anderen Müttern oder Vätern über Sorgen mit den Kindern aussprechen und gemeinsame Lösungen entwickeln können. Der Bundesverband Neue Erziehung will mit dem Info-Paket Eltern helfen Eltern Mütter und Väter ermuntern, solche Gruppen ins Leben zu rufen und gibt dafür Tipps, Informationen und Beispiele. Die Broschüre ist kostenlos erhältlich beim Bundesverband Neue Erziehung e.V., Oppelner Str.130, 53119 Bonn.

    • Beamtenfibel. Beamte, die in der Öffentlichkeitsarbeit stehen, sprechen oftmals eine ganz andere Sprache - das Behördendeutsch - als der sie aufsuchende Bürger. Um eine bessere Bürgernähe zu erreichen, hat das Bayerische Innenministerium einen eigenen Sprachführer unter der Bezeichnung Bürgernahe Sprache in der Verwaltung herausgegeben. Neben verschiedenen Richtlinien zur Behandlung des Bürgers bekommt der Leser auch etwas über Höflichkeit gesagt. Zu beziehen ist die Broschüre beim Bayerischen Staatsministerium des Innern, Odeonsplatz 3, 80539 München.

    • Über 100 Seiten stark ist eine vierteljährlich erscheinende Zeitschrift, die überwiegend den Kontakten der Europäischen Gemeinschaft mit den Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks gewidmet ist. Sie heißt „The Courier“ und kann von englisch lesenden Interessenten angefordert werden bei der Commission of the European Communities, 200, rue de la Loi, B-1049 Brüssel, Belgien.

    • Technische Revue. Produkt-Informationen für die Verantwortlichen in Maschinenbau, Elektrotechnik, Elektronik und weiteren Industriezweigen. Diese monatlich erscheinende, bebilderte Zeitschrift im Format DIN A3 enthält auf 70 Seiten Angebote von Firmen, die Produkte aus dem Bereich der Technik anzubieten haben. Die Zusendung ist kostenlos und erfolgt auf Anfrage (mit Firmenbriefbogen) ständig von folgender Adresse: Technische Revue c/o Elsevier Thomas Fachverlag, Max Hufschmidt Str. 1,55130 Mainz.

    • Büro Revue. Produkt-Informationen über Computer, Peripherie, Software, Kommunikations- und Bürotechnik, Büroausstattung. Diese monatlich erscheinende, bebilderte Zeitschrift im Format DIN A3 enthält auf ca. 40 Seiten Produktangebote aus dem Bürobereich. Kostenlose Anforderung bei: Büro Revue c/o Elsevier Thomas Verlag (wie oben).

    • Export-Fibel. Wer als Unternehmer in das Import-Export-Geschäft um- oder einsteigen möchte, sollte vom Wirtschaftsministerium die Export-Fibel, den Wegweiser für kleine und mittlere Unternehmen, anfordern. Auf 64 informativen Seiten erfährt man Wesentliches über Beratungsstellen, Hilfe bei Anbahnungen und Durchführung des Exportgeschäfts, Exportfinanzierung, Vertragsgestaltung und viele nützliche Adressen zu diesem Thema. Das Büchlein ist kostenlos erhältlich beim Referat Presse und Information des Bundesministeriums für Wirtschaft, Villemomlerstr. 76, 53123 Bonn.

    • Handbuch für Kapitalanleger. Der vollständige Titel dieses Werkes lautet: Der Markt - Das deutsche Handbuch für Kapitalanleger. Es enthält auf über 120 DIN A4-Seiten aktuelle Informationen über Immobilien & Kapitalanlagen und Angebote einschlägiger Firmen. Ausserdem finden sich dort Hinweise auf die sogenannte exclusiv edition - Galerie. Das Handbuch kann kostenlos angefordert werden von Der Markt Verlag für Kapitalanlage-Marketing GmbH, Taubenheimstr. 31, 70372 Stuttgart.

    • Wegweiser für Verbraucher. So heißt ein über 200 Seiten starkes Büchlein, das Sie kostenlos vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Welcker Straße 11, 53113 Bonn, erhalten. Die Schrift berichtet über vernünftiges Energiesparen, Fernunterricht, Rechte und Pflichten des Mieters und Vermieters, über Werbung, Rechte des Käufers, Tipps für den Kauf auf Raten, bei Geschäften mit Maklern, Schadenshaftung usw. Eine ähnliche Broschüre wird auch vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr in Zusammenarbeit mit dem Staatsminister des Inneren, Odeonsplatz 3, 80539 München unter dem Titel Verbrauchertipps angeboten.

    • Über 300 Verlegerfirmen von Adressbüchern aus der Bundesrepublik Deutschland, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz enthält das Offizielle Verzeichnis der bei den Mitgliedern des Verbandes Deutscher Adressbuchverleger e.V. erscheinenden Adressbücher und Fernsprechbücher (So der vollständige Titel). Es ist kostenlos zu beziehen beim Verband Deutscher Adressbuchverleger e.V., Ritterstrasse 17-19, 40213 Düsseldorf, Telefon (0211) 32 09 09.

    • Gute-Nacht-Lieder. Dieses kleine Büchlein ist für junge Mütter gedacht, die ihren Babys nach alter Sitte vor dem Einschlafen ein Lied singen wollen. Das als Werbung für Baby-Erzeugnisse gedachte Büchlein kann gratis bezogen werden beim Fissan-Beratungs-Service, Postfach 1440, 77815 Bühl.

    • Gratis-Banken- und Sparkassen-Zeitschriften: Wenn Sie in einer Großstadt wohnen, haben Sie eine vorzügliche Gelegenheit, sich kostenlos mit Geld-Informationsschriften zu versorgen. In jeder Zweigstelle von Banken und Sparkassen liegen kostenlose Kundenzeitschriften und Broschüren aus, die nur darauf warten, mitgenommen und gelesen zu werden. Hier einige Titel aus der reichhaltigen Palette:

      Geld aktuell - Deutscher Sparkassenverlag, Am Wallgraben 115,70565 Stuttgart
      Geldjournal - Bayerische Vereinsbank, Kardinal-Faulhaber-Str. 1,80333 München
      Geld-Profi - Deutscher Sparkassenverlag, Am Wallgraben 115,70565 Stuttgart
      Geld - Kundenzeitung der Deutschen Bank - Deutsche Bank AG, jede Filiale
      Bank-Informationen für Volksbanken u. Raiffeisenbanken, Leipziger Str. 35, 65191 Wiesbaden
      Bank-Nachrichten - Bundesverb. Deutscher Banken, Mohrenstr. 35, 50670 Köln
      Rund um die Börse - Commerzbank AG, Neue Mainzer Str. 32, 60311 Frankfurt

      In unregelmässigen Abständen finden Sie in den einzelnen Zweigstellen auch Broschüren über Münzen, Gold und andere Wert- bzw. Anlageobjekte und Freizeit-Informationen.

    • Alle Bundesministerien geben ständig oder zeitweise kostenlose Broschüren zu den unterschiedlichsten Themen heraus und kostenlos ab. Das reicht von Energie- und Benzinspartipps über Informationen für junge Leute, für den Selbstständigen, für Handwerker, für wirtschaftliche Kontakte mit der Ex-DDR und dem Ausland bis zu Fragen zum Bildungswesen. Lassen Sie sich bei Interesse von allen bundesdeutschen Ministerien eine Liste der verfügbaren Schriften schicken und suchen Sie sich daraus die passenden Titel aus. Die Adressen finden Sie mit Telefonnummern in jedem Behörden-Adressbuch oder über die Telefon-Auskunft.

  • Billig essen und einkaufen - bei Behörden, Bundesbahn und Bundeswehr


    Abgesehen von den Nicht sesshaften, die bei entsprechender Voraussetzung ihre Mahlzeiten völlig kostenlos in Empfang nehmen können, leben Studenten, Beamte und andere Staatsbedienstete (die es meistens gar nicht nötig hätten) in unserem Sozialstaat am billigsten. Auch Sie können teilweise davon profitieren, wenn Sie es richtig anstellen und z.B. für warme Mahlzeiten die richtigen Kontaktstellen kennen. Die Reporterin einer Boulevardzeitung hat es einmal ausprobiert und sich zum Teil schon für € 1,50 ordentlich satt essen können. So etwa in der Uni-Mensa, in der Arbeitsamts- oder Gerichtskantine oder gar im Rathaus.

    Wichtigste Voraussetzung für das kostengünstige Mahl: Ein sicheres Auftreten und eine der Örtlichkeit angepasste Kleidung. So genügen in der Uni-Mensa durchaus ein Rollkragenpullover und Jeans, um aufgrund dieser Uniform als Student angesehen zu werden. In ausgesprochenen Beamtenkantinen kommt es hingegen auf eine korrekte Kleidung an. Wer nach einem Bummel durch ein Warenhaus Appetit auf einen Besuch im Kasino fürs Personal hat, kann sich dort meistens für ca. € 3,- einen leckeren Eintopf schmecken lassen. Weitere günstige Verpflegungsmöglichkeiten bestehen in den Kasinos und Kantinen von Versicherungen, Krankenkassen, Berufsverbänden und größeren Unternehmen in einer Stadt. Manchmal klappt es sogar nach einem Museumsbesuch in der nebenan liegenden Verpflegungsstätte, auf Messen und Ausstellungen. Einige Firmen und öffentliche Einrichtungen haben dagegen zwar schon etwas vorgesorgt und geben Essensmarken aus, aber in vielen Gaststätten und Kantinen ist doch auch für Besucher des Hauses gesorgt, die dann zwar etwas mehr zahlen müssen als die eigentlichen Betriebsangehörigen, aber doch entschieden weniger als in der nebenan liegenden Gaststätte. Manchmal ist es nützlich, sich wegen einer Information, eines Verkaufsgespräches oder einer Stellenanfrage kurz vor Mittag zu melden. Der Hinweis auf den knurrenden Magen führt meistens zur Einladung zu einem preiswerten oder gar kostenlosen Mittagsmahl (oft als Entschädigung gedacht für die nicht zustande gekommene Einstellung). Selbst wenn keine solche Einladung vorliegt, kann der Gang zur Kantine lohnend sein, weil - wenn man sich ein Tablett zur Selbstbedienung schnappt - man so schnell gar nicht auffällt. Die Ausrede, dass man auf einen Sachbearbeiter wartet, der leider erst nach dem Essen eintreffe, ist dann meistens Grund genug, eine billige Mahlzeit zu bekommen.

    Es soll schon Leute gegeben haben, die sich unter der Vorspiegelung Tester vom Gastronomieverband zu sein, durch die Lokale gegessen haben. Aber dazu gehört doch schon eine Portion Unverfrorenheit und manche Wirte reagieren, wenn die Sache auffliegt - mangels entsprechenden Ausweises - ausgesprochen sauer. Andererseits sind gewiefte Tester so klug, nach dem Mahl zu fragen, was die Sache denn kosten soll, weil meistens die Geschäftsführer abwinken und in der Hoffnung auf gute Kritik auf Bezahlung verzichten. Auch Reporter, die einen Bericht über die besten Gaststätten der Stadt schreiben wollen, können damit rechnen, dass sie sich kostenlos oder mindestens kostengünstig füllen dürfen, sollten aber entsprechendes Material zur Hand haben und irgendeine Kulinarische Zeitschrift auf den Tisch legen. Sofern nicht gesagt wird, dass man für gerade dieses Blatt tätig ist, kann später auch kein Geschäftsführer eine böse Absicht unterstellen, zumal wenn der Tester noch nach der Rechnung fragt. Preiswert und meistens völlig kostenlos speist man zudem in den Verpflegungsstätten der christlichen Gemeinschaften, bei Heilsarmee und Bahnhofsmission und bei festlichen Veranstaltungen, zu denen viele Gäste gehören. So gibt es immer wieder einige recht unverfrorene Leute, die sich an Begräbnissen der High Society beteiligen, um danach am großen Leichenschmaus teilzunehmen, da von den vielen Gästen einer den anderen nicht kennt. Desgleichen trifft man sich dann auch auf Hochzeiten oder Firmenfesten mit großer Gästebeteiligung. Hier kommt es eben auf das feste Auftreten an.

    Preiswert essen und sich langfristig verpflegen können Sie sich übrigens auch durch einen lohnenden Einkauf bei der Bundeswehr. Das hört sich dann etwa wie folgt an: Ein Kilo Cervelatwurst für DM 9,89. Tilsiter Käse für DM 6,69 das Kilo. 250 Gramm Mehl für 38 Pfennige. Sie meinen, das wären Traumpreise? Doch diese Top-Angebote stimmen wirklich. Allerdings kannten bisher nur Eingeweihte diese tollen Einkaufsmöglichkeiten: Die Standortverwaltungen der Bundeswehr im gesamten Bundesgebiet. Da gibt es keine Werbeanzeigen zum Einkauf, kein Reklameschild vor der Tür. Trotzdem: Alle Standortverwaltungen verkaufen halb- oder vierteljährlich die jeweils eingelagerte Krisen-Verpflegung. Die steht bereit, wenn im Ernstfall plötzlich einmal Reservisten in die Kasernen gerufen werden und der Verpflegungsbedarf größer wird. Von Zeit zu Zeit wird dieser Überschuss verkauft, damit neue Ware eingelagert werden kann. Das geschieht dann ohne Profit, fast zum Selbstkostenpreis.

  • Ein Fahrrad für 20 €, Schirme für 3 € , Handschuhe für 1 € - wo gibt es denn so etwas?


    Bei der Deutschen Bundesbahn! Dort werden jeden Monat immer zur gleichen Zeit Regenschirme, Fahrräder, Kleidung, Schmuck, Teppiche, Kameras, ja manchmal sogar Fernseher und andere Einrichtungs- und Unterhaltungsgeräte, bei den jeweiligen Fundbüros versteigert. Zwar sind die Sachen meistens gebraucht, aber was versteigert wird, muss dennoch tadellos in Schuss sein. Beschädigte Artikel werden nicht angeboten. Versteigert wird alles, was in Zügen, Schließfächern oder auf Bahnanlagen vergessen und gefunden wurde. Wer sich einmal näher mit dieser günstigen Einkaufsgelegenheit befassen will, findet nachfolgend einige Angaben über die jeweiligen Versteigerungsorte und -termine (Angaben ohne Gewähr):

    • Hannover: Versteigerung jeweils am 2. Dienstag im Monat in der Kurt-Schumacher-Straße
      (Kellergewölbe der Expressgutabfertigung) ab 9.00 Uhr

    • Wuppertal: 1. Dienstag und Mittwoch im Monat, im Bahnhof Wuppertal-Elberfeld, zwischen 9.00 und 14.00 Uhr

    • Köln: 1. Freitag im Monat (am Salzmagazin) ab 9.00 Uhr

    • Hamburg: Jeden 1. Mittwoch, Donnerstag und Freitag im Monat in der Stresemannstraße 14, ab 9.00 Uhr

    • Frankfurt: Die ersten drei Wochentage im Monat im Hauptbahnhof Frankfurt/M.

    • Stuttgart: 1. Montag und Dienstag im Monat in der Wolframstraße 19 (beim Güterbahnhof) von 9.00 bis 12.30 Uhr

    • Karlsruhe: Jeweils 1. Donnerstag im Monat im Hauptbahnhof, von 9.30 bis 14.00 Uhr

    • München: 1. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag eines Monats, im Fundbüro München-Hauptbahnhof, Paul-Heyse-Straße 11

    • Nürnberg: Am 7., 8., 28. und 29. November im Fundbüro des Nürnberger Hauptbahnhofs. Die sonstigen Termine müssen für Nürnberg erfragt werden.

    In den meisten anderen Großstädten mit Bundesbahnbetrieb und Bahnhöfen werden ebenfalls Versteigerungen von Fundsachen durchgeführt. Bitte fragen Sie bei Interesse bei den jeweiligen Bundesbahn-Direktionen nach, die Ihnen dann sicher gern Ort und Termin der nächsten Versteigerung bekanntgeben. Ein kleines Beispiel für die Preiswürdigkeit solcher Versteigerungen mag der Einkauf eines dem Autor persönlich bekannten Herrn sein, der sich für nur 20 € mit fünf verschiedenen Schirmen eingedeckt hat. Es soll Gebrauchtwarenhändler geben, die bei den angesagten Versteigerungen geeignete Artikel billig erstehen und dann in eigenen Geschäften mit entsprechendem Aufpreis zum Verkauf anbieten.

  • Briefe, die die Post portofrei befördert


    Nachdem die Deutsche Bundespost von Zeit zu Zeit durch kräftige Portoerhöhungen den Kunden tief in die Tasche greift, überlegt der auf dieses staatliche Unternehmen angewiesene Bürger zunehmend, wie er diesbezüglich Kosten sparen könnte. Abgesehen davon, dass man sich ohnehin ein Gebührenheft besorgen sollte, um gezielt die einzelnen Versandmöglichkeiten, Gewichte usw. auszunutzen, gibt es jedoch nicht viel Luft beim Portosparen.

    Einzige Ausnahme: Beförderung von Sendungen als Blindenpost. Das betrifft Briefe und Sendungen von Blinden, als auch von Blindenanstalten und Unternehmen, die für Blinde tätig sind. Die Sendungen müssen die gut sichtbare Aufschrift Blindenpost tragen und von der Post zu öffnen bzw. nachzuprüfen sein. Auf diese Weise dürfen dann Briefe, Tonkassetten, Blindenlektüre und andere für diesen Personenkreis bestimmte Artikel befördert werden, ohne dass Portokosten entstehen. Das Höchstgewicht für solche Sendungen liegt bei 7 KG. Manchmal lassen sich aus der Zusammenarbeit mit blinden Menschen Portogebühren sparen. In anderen Fällen haben so behinderte Personen aber auch schon aus Unwissenheit Porto bezahlt, obwohl sie sich dieses Geld hätten sparen können. Selbstverständlich muss jemand, der als Blindenpost deklarierte Sendungen verschickt, sich auch ausweisen können.

  • Geld sparen durch Reklamieren


    Vor einigen Jahren verschickte ein Versandunternehmen einige tausend Prospekte, die in Umschlägen mit Punktleimung steckten. Punktleimung besagt, dass die oben geschlossenen Kuverts an der Seite mit einem Klebepunkt geleimt sind, während man ansonsten den Inhalt der Sendung von der Seite her kontrollieren kann. Laut Postbuch sind diese Punktleimungskuverts ausdrücklich für Drucksachen zugelassen. Das wusste der Versender und der Postbuchautor, nur leider die Herren Beamten von der Postweiterleitung nicht. Denn dort wollte man die gesamte Sendung mit Strafporto belegen. Der Oberposthauptmann rief dann aber doch noch vorsichtshalber beim Versender an und der konnte ihm anhand seiner eigenen Bestimmungen nachweisen, dass die in Aussicht gestellten Nachgebühren ungerechtfertigt wären. Nur weil einige Beamte zu bequem waren, ihre eigenen Vorschriften zu lesen, sollte der Kunde bluten. Doch aus dem Nachschlag in Höhe einiger zusätzlicher Hunderter wurde nichts. Der vom Versender vorgebrachten Reklamation musste stattgegeben werden. Auch als einzelne Postämter an anderen Orten die ausgesandten Briefe mit Strafporto bedachten und der Versender die Strafportozahlung für zurückgekommene Briefe verweigerte, gründete das auf die Reklamation. Inzwischen ist die Postbestimmung wohl zum letzten Bürokraten durchgedrungen.

    Deshalb: Wehren Sie sich, wenn es Not tut!

  • Briefmarken weit unter dem Schalterpreis einkaufen


    Hier und da tauchen in Handels- und Sammlerzeitschriften Inserate auf, in denen Postfrische Briefmarken weit unter Preis angeboten werden. Was steckt dahinter? Bei den Anbietern kann es sich um Sammler handeln, die einen größeren Posten Marken loswerden möchten oder um Erben, die einen Nachlass verkaufen wollen. Es kann aber auch sein, dass es sich bei den Marken um Diebesgut handelt. So ging vor einiger Zeit eine Meldung durch die Presse, wonach beim Einbruch in eine Hauptpost Briefmarken im Werte von 50.000 DM gestohlen worden waren. Diese Menge Postwertzeichen muss ja irgendwo bleiben, denn kein Mensch kann in kurzer Zeit in dieser Größenordnung Briefmarken normal verwerten. Es gibt auch Leute, die nach Art eines amerikanischen Geschäftsmanns entwertete Briefmarken ablösen, nach einem Spezialverfahren waschen und dann wieder unter die Leute bringen wollen. Es gilt also, bei entsprechenden Offerten zunächst einmal auf der Hut zu sein. Wird beispielsweise Vorkasse verlangt, während der Lieferant selbst nur über Postlagerkarte zu erreichen ist, kann man von einem krummen Geschäft ausgehen und sollte die Finger davon lassen. Auch Angebote per Telefon oder in einem persönlichen Gespräch auf einer Parkbank sollten Sie nicht beachten.

    Doch es gibt noch eine andere, völlig legale Art, billig an Briefmarken zu kommen. Sie wird zwar von der bundesdeutschen Monopol-Post auch nicht so gern gesehen, ist aber dennoch nicht zu beanstanden. Die Rede ist hier vom Weg über die Internationalen Antwortscheine. Ein Internationaler Antwortschein (englisch: International Reply Coupon) wird in allen Mitgliedsländern des Weltpostvereins gegen Postwertzeichen im Wert der Mindestgebühr für einen gewöhnlichen, auf dem Land- und Seeweg beförderten Auslandsbrief umgetauscht. Das heißt auf Deutschland bezogen: Sie erhalten für einen Internationalen Antwortschein eine Briefmarke für einen Standardauslandsbrief zu 1,40 DM. Wenn Sie selbst einen solchen Schein am Schalter einkaufen, bezahlen Sie derzeit zwei Mark, was einem stolzen Postgewinn von 60 Pfennig pro Schein entspricht! Während nun Deutschland nahezu die teuersten Postgebühren in der Welt hat, kostet ein Auslandsbrief (beispielsweise) auf den Philippinen, in Hongkong oder Spanien nur etwa 40 Pfg. Was liegt also näher, als dass man bei seiner nächsten Geschäftsreise oder durch einen Bekannten oder Briefpartner in eben diesen Ländern sich soviel Scheine besorgt, wie man für diese Sache investieren möchte. So zahlt man dann im Ausland für 100 Antwortscheine z.B. nur 40 Mark (umgerechnet) und bekommt diese dann bei der Deutschen Post für 140 Mark umgetauscht. Das entspricht einem Gewinn von 100 Mark. Je mehr Antwortscheine Sie sich im Laufe der Zeit besorgen, desto größer ist die Portoersparnis bzw. Ihre Gewinnspanne. Da die Post kein Geld, sondern nur Briefmarken vergütet, erhalten die Tauschfreunde Briefmarken in entsprechender Höhe und bieten diese dann mit dem oben erwähnten Preisnachlass ihrerseits zum Verkauf. Zwar möchte die Post sich vor zu hohem Ankauf der Scheine schützen und akzeptiert an manchen Schaltern nur eine begrenzte Menge der Papierchen, aber in einer Stadt mit mehreren Postämtern kann man doch schon für einige hundert Mark Antwortscheine eintauschen. Vor einiger Zeit kreisten Rundschreiben durch die Lande, bei denen nach Art der Kettenbriefe der zuletzt gekommene Mitspieler dem auf der Teilnehmerliste obenan stehenden jeweils drei Antwortscheine zu schicken hatte. Nach Durchlauf aller Stationen erhielt der Spitzenreiter dann mehr als 1000 Internationale Antwortscheine geschickt, für die man bei uns viele viele Briefmarken bekommt. Sofern Sie selbst nicht in das Geschäft mit den Internationalen Antwortscheinen einsteigen und auf direktem Weg billige Briefmarken eintauschen möchten, können Sie sich einmal unverbindlich an die folgenden Adressen wenden, die von einem Tippgeber als seriös empfohlen wurden (Angabe ohne Gewähr):

    G. Kiessling
    Ahornberger Str. 37
    95173 Schönwald
    Tel. (09287) 500 61

    Interessante Angebote in dieser Richtung finden Sie von Zeit zu Zeit in der DBZ - Deutsche Briefmarken-Zeitung, Postfach 13 63, 56377 Nassau

  • Der Trick, durch Zahlung von Umsatzsteuer viel Geld zu sparen


    Wer zahlt schon gerne mehr Steuern als unbedingt nötig? Wohl keiner! Dennoch kann es in manchen Fällen günstiger sein, Umsatzsteuer (Mwst.) zu zahlen, als auf eine Ust.-Befreiung abzustellen. Vergegenwärtigen Sie sich bitte folgendes: Nur wer selbst Umsatzsteuer zahlt, kann seinen Kunden auf die ihnen verkauften Waren und Dienstleistungen Mehrwertsteuer draufschlagen. Das bedeutet grundsätzlich, dass Sie mehr einnehmen. Hinzu kommt, dass Sie die Ihnen von Lieferanten in Rechnung gestellte Mehrwertsteuer als Vorsteuer abziehen können und erst den verbleibenden Differenzbetrag ans Finanzamt abführen müssen. Außerdem können Sie einen Steuerabzugsbetrag in Anspruch nehmen, der je nach Umsatz bis zu 80% der Ust. ausmachen kann. Alles in allem recht nützliche Vorteile. Nehmen wir an, Sie betreiben einen kleinen Ein-Mann-Betrieb als Schriftsteller und würden für Ihre Tätigkeit von einem Verlag 20.000 € Honorar bekommen. Dann ergäbe sich daraus etwa folgende Rechnung: Da Sie Regelversteuerung (also Zahlung von Ust.) gewählt haben, muss Ihnen der Verlag auf die 20.000 € die (z. Zt.) gültige Mehrwertsteuer von 7% zusätzlich vergüten = zusammen 1.400 €. Daneben schaffen Sie sich für die Ausstattung Ihres Arbeitszimmers einen Schreibtisch, Regale, einen Personal Computer, Schreibmaschine usw. an und ordern Schreibmaterial für den ersten Bedarf (Papier, Farbbänder, Toner usw.). Die Rechnungsbeträge für alle diese Möbel und Artikel enthalten Mehrwertsteuerbeträge in - sagen wir - einer Höhe von 900 €. Dann könnte Ihre Umsatzsteuererklärung folgendermaßen aussehen:

    Autoren-Honorare 20.000 € + 7,5% Mehrwertsteuer 1.450 € ./. Gesamtbetrag 21.450 €

    Zu zahlende Umsatzsteuer 1.450 € ./. Vorsteuer für Büromöbel usw. 900 € Verbleiben 550 €.

    78% Steuerabzugsbetrag (bei Umsätzen bis 20.500 €) 390 €. Noch zu zahlende Umsatzsteuer 160 €

    Sie haben also noch ganze 160 € Umsatzsteuer zu zahlen.

    Um auf diese Ergebnisse zu kommen, die in jedem Einzelfall anders aussehen (denn bei den meisten Waren fällt ein Steuersatz von 19% an), müssen Sie alle Einnahmen und Ausgaben exakt aufzeichnen (bei Kleinumsätzen genügt ein Einnahmen- und Ausgabenbuch) und monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung einreichen. Formulare hierfür gibt es beim Finanzamt. Je nach Höhe der Umsätze genügt eine vierteljährliche oder gar jährliche Ust.-Voranmeldung. Bei höheren Umsätzen muss diese Voranmeldung monatlich erfolgen. Wer sein Unternehmen erst mit Minimalumsätzen beginnt und eine jährliche Ust.-Voranmeldung abgibt, sollte solange dabei bleiben, bis das Finanzamt von sich aus einen anderen Modus fordert. In unserem Beispiel wurde ein runder Honorarbetrag gewählt, der bei 20.000 € liegt. Lohnender ist die Rechnung, wenn Sie mit Ihren Einnahmen unterhalb dieser jährlichen Verdienstgrenze liegen, obwohl Sie erst ab 20.000 € Jahresumsatz umsatzsteuerpflichtig werden. Besonders in den ersten Jahren, wenn Sie größere Anschaffungen haben, wirkt sich die Möglichkeit des Vorsteuerabzugs für gekaufte Waren sowie der zusätzliche Steuerabzugsbetrag äußerst günstig aus.

    Wenn Sie jedoch eines Tages nur noch wenig oder kaum Vorsteuern absetzen können, sollten Sie - eventuell zusammen mit Ihrem Steuerberater - überlegen, ob Sie vielleicht Umsatzsteuerbefreiung beantragen sollten. Diese ist dann zu gewähren, wenn Ihre zu versteuernden Einkünfte unter 20.000 € liegen.

    Tipp: Liegen Sie mit Ihren Jahresumsätzen über 20.000 € und möchten trotzdem Ust.- Befreiung, können Sie das zum Beispiel dadurch erreichen, indem Sie die Umsätze auf zwei Unternehmen, die etwa einmal auf Sie und einmal auf Ihre Frau lauten, verteilen. Fragen Sie Ihren Berater in Steuerfragen (dessen Gebühren Sie auch von der Steuer absetzen können).

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